Fragen der ErstwählerInnen-Initiative zur Kommunalwahl 2009. Hier unsere Anworten!
Montag, 20 Juli, 2009 | Autor: N.Twardy | Kategorie: JugendWas wollen Sie konkret für Jugendliche in Waltrop tun und wie werden Sie das umsetzen?
Die letzten Jahre waren geprägt durch das Einsparen von Haushaltsmitteln in den Bereichen Jugend und Bildung. Für uns war das immer der falsche Weg. Dazu kam dann die Schließung der Arche. Fazit ist, offene Jugendarbeit findet nur noch am untersten Level statt.
Fast alle Schulen sind im einen maroden Zustand. Spielplätze sind teilweise in einem schlechten Zustand. Wir werden in den weiteren Antworten noch einige Probleme ansprechen. All diese hier angesprochenen Probleme werden in der nächsten Legislaturperiode Ziel unserer Arbeit sein.
Wollen Sie sich für den Erhalt der Jugendeinrichtungen in der Stadt Waltrop einsetzen bzw. neue schaffen?
Die neue Arche ist leider nur ein schlechter Ersatz. Dies ist auf Dauer kein Zustand. Wir fordern die Stadt Waltrop auf sich mit den freien Trägern vielleicht auch mit Sponsoren zusammenzusetzen, um einen gleichwertigen Ersatz zu schaffen. Geblieben ist nur das Yahoo, das durch ständige Abriss-Diskussionen einiger Politiker bedroht ist. Wir sagen Hände weg vom Yahoo. In der Vergangenheit sind von Seiten der Politiker und Verwaltung zwei Bolzplätze bebaut und geschlossen worden. Unsere Forderung ist, wenn das Waldstadion schon bebaut wird, einen Teil der Fläche als Sportfläche für Jugendliche, die nicht im Verein Sport treiben wollen, zu erhalten. Wir werden uns für eine gesunde Landschaft von Jugendeinrichtungen einsetzen, in der es für alle Jugendlichen einen Platz gibt.
Wie wollen Sie die Schulen sanieren?
Auf Initiative der Grünen Liste Waltrop wurde 2005 eine umfassende Mängelliste aller Waltroper Schulen erstellt. Das Ergebnis war, durch jahrzehntelanges Nichtstun sind fast alle Waltroper Schulen in einem maroden Zustand. Wir haben uns gegen alle Widerstände für die Sanierung der Schule Oberwiese eingesetzt, und mit der gleichen Vehemenz werden wir uns für die Sanierung aller anderen Schulen einsetzen. Kein Politiker kann sich hinter der schlechten Haushaltslage verstecken, die Stadt Waltrop ist dazu verpflichtet. Ausserdem werden wir uns für eine pädagogisch ausgewogene Schullandschaft einsetzen, Beispiel dafür ist der Antrag der GLW zur Zweizügigkeit der Grundschulen der vom Rat beschlossen wurde.
Die Vorbereitung zur Berufseinmündung der SchülerInnen ist eine zentrale Aufgabe der weiterführenden Schulen. Hierzu haben die hiesigen Schulen, insbesondere die Real- und die Gesamtschule etliche Anstrengungen unternommen. Der Stadt als Schulträger kommt hierbei eine unterstützende Funktion zu. Wir als GLW sehen insbesondere bei Programmen der Berufswahlorientierung noch Nachholbedarf. Diese Bundesprogramme sind eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Angeboten der Schulen, der Arbeitsagentur und anderen Arbeitsmarktakteuren. Der entscheidende Schritt bei der Erlangung einer Ausbildungsstelle ist das Erreichen eines qualifizierten Schulabschlusses. Hierfür gilt es, und dafür haben wir uns auch in der Vergangenheit eingesetzt, den Schulen ein optimales Umfeld zu schaffen.
Gute Frage. In den letzten Jahren haben der Bund und das Land NRW immer mehr finanzielle Belastungen auf die abgewälzt. Dazu brechen den Städte und Gemeinden durch die derzeitige Finanzkrise massiv die Steuereinahmen weg. In der Vergangenheit hat die Stadt Waltrop durch Finanzierung von Prestigeobjekten ihr Scherflein zu der derzeitigen Haushaltsituation beigetragen. In der jetzigen Situation kann der Haushalt nicht saniert werden, und jeder Politiker, der was anderes behauptet, lügt. Erst wenn Bund und Länder die Gemeindefinanzierung zugunsten der Städte und Gemeinden reformiert besteht die Möglichkeit zur Sanierung des Haushalts. Bis dahin müssen Prioritäten gesetzt werden. Unsere lauten Jugend, Soziales und Bildung.
Schon 2003 zeichnete sich der Supergau in der Waltroper Bäderlandschaft ab. Bausubstanz und die Technik des Freibades, Allwetterbades und Lutherbades waren total marode und veraltet. Deshalb haben wir uns schon damals für die Sanierung des Freibades eingesetzt. Man stelle sich mal vor die Sanierung des Freibades hätte nicht stattgefunden, dann hätte es schon längst das gleiche Schicksal der anderen Bäder ereilt. Wir wissen dass 2003 mehr möglich war und dass, das neue Hallenbad im Freibad nur ein Kompromiss ist. Für uns ging es in diesem Kompromiss darum, unbedingt das Schulschwimmen weiterhin zu ermöglichen und gleichzeitig das Freibad für die Zukunft zu erhalten.